Die Burg Bratislava ist das große weiße Wahrzeichen der slowakischen Hauptstadt – ein gewaltiger rechteckiger Palast mit vier Ecktürmen, der auf einem isolierten Felsvorsprung der Kleinen Karpaten direkt über der Donau thront. Ihre Silhouette, die mitunter mit einem umgedrehten Tisch verglichen wird, dessen Beine in die Luft ragen, ist von überall in der Stadt und vom Fluss aus sichtbar. In der einen oder anderen Form krönt sie diesen Hügel seit dem 9. Jahrhundert, als auf dem Höhepunkt Großmährens hier ein steinerner Palast und eine Basilika standen.
Ein Jahrtausend lang bewachte die Burg eine strategische Donaubiegung als eine der zentralen Festungen des Königreichs Ungarn. Nach der ungarischen Niederlage bei Mohács 1526 wurde sie als Renaissancepalast wiederaufgebaut, und ihre Blütezeit erlebte sie unter Kaiserin Maria Theresia, die sie zwischen 1761 und 1766 in eine elegante Barockresidenz umgestalten ließ – sie ließ sogar den Ingenieur Johann Wolfgang von Kempelen spezielle Wasserpumpen einbauen und die Treppen absenken, damit sie ihr Pferd im Inneren reiten konnte. Am 28. Mai 1811 legte ein von unvorsichtigen Soldaten verursachter Brand den Palast in Schutt und Asche, und weit über ein Jahrhundert lang stand die Burg als geschwärzte Ruine über der Stadt, bis eine große Rekonstruktion ab 1953 sie in ihrer barocken Gestalt wiedererstehen ließ.
Heute beherbergt die Burg das Historische Museum des Slowakischen Nationalmuseums, dessen Säle Schätze wie die prähistorische Venus von Moravany bergen, während Teile des Komplexes dem slowakischen Parlament dienen. Die meisten Besucher kommen ebenso sehr wegen der Lage wie wegen der Sammlungen: die Innenhöfe, der barocke Garten, der 47 Meter hohe Kronenturm, der einst die Heilige Krone Ungarns bewachte, und vor allem die Terrassen, von denen man an klaren Tagen über die Donau bis nach Österreich und Ungarn blicken kann. Wir kümmern uns in Ihrer Sprache um die Tickets und reservieren Ihren Eintritt für den von Ihnen gewählten Tag, damit Sie Ihre Zeit den Ausblicken widmen können – ohne Anstehen.